In der Rue Faubourg du Temple
Der Zweifel sitzt auf den Dächern
Als wolle er Wasser aus meinen Zellen pressen
Da legt er sanft seinen Arm um meine Schulter
Der mir Geborgenheit verspricht
Mir meinen Mut aus den Mündern spült
Mich zu Boden zieht Tollwütig in meinen Fuß beißt
Keine anderen Wesen neben sich duldend
Liege ich wieder neben mir Verdampft
Die Welt kann sehr einsam sein
Wenn wir ungefragt bleiben
An einem ähnlichen Tag vor Jahren
Hatte ich weniger Sorgen im Gepäck
Jetzt sitze ich mit einer Portion Angst auf dem Teller
Auf dieser Straße Mein Vertrauter
Der sich treu geblieben ist
Als der Zweifel von den Dächern springt ist es dunkel
Und der Schmerz eine Randnotiz die auf meiner Schulter sitzt
Zuerst erschienen in Kontrapunkt (2024)